Vergleichbar werden Angebote erst über den Preis pro kWp – also Gesamtpreis geteilt durch die Anlagenleistung. Dieser Rechner setzt 1.500 € pro kWp an, schlüsselfertig mit Modulen, Wechselrichter, Montage und Inbetriebnahme. Ein Batteriespeicher gehört getrennt ausgewiesen; hier sind 800 € pro kWh hinterlegt. Weicht ein Angebot deutlich nach oben ab, lohnt die Frage, was darin steckt: Gerüst, neuer Zählerschrank, Erdarbeiten oder eine Wallbox erklären Aufschläge – ein pauschales „Komplettpaket" ohne Aufschlüsselung erklärt gar nichts.
Die Größe richtet sich nach dem Stromverbrauch, nicht nach der freien Dachfläche. Als Anhalt liefert eine Anlage im Rheinland rund 940 kWh Strom je kWp und Jahr. Entscheidend ist aber nicht der Ertrag, sondern wie viel davon im Haus bleibt: Was eingespeist wird, bringt nur die Einspeisevergütung – hier mit 0,08 €/kWh angesetzt – statt der ersparten 0,35 €/kWh aus dem Netzbezug. Deshalb bringt jede weitere kWp irgendwann kaum noch etwas. Genau diesen Punkt zeigt der Schnellcheck oben an: Man schiebt die Größe hoch und sieht, wo die Kurve abflacht.
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch, erzeugt aber keinen zusätzlichen Strom. Er rechnet sich über die Differenz zwischen Strompreis und Einspeisevergütung – bei den Voreinstellungen also über rund 0,27 € je verschobener Kilowattstunde. Ob das die 800 € pro kWh trägt, hängt vom Verbrauchsprofil ab: Wer tagsüber außer Haus ist, verschiebt viel und profitiert; wer im Homeoffice arbeitet, verbraucht den Strom ohnehin direkt. Ein Speicher, der größer ist als der abendliche Bedarf, steht die halbe Zeit voll herum.
Ja, und zwar deutlich – sie sind der stärkste Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Beide erhöhen den Verbrauch und damit den Anteil, der direkt im Haus bleibt. Eine Wärmepumpe zieht ihren Strom allerdings im Winter, wenn die Anlage am wenigsten liefert; ein E-Auto lässt sich dagegen gezielt tagsüber mit Überschuss laden. Der Schnellcheck rechnet beides monatsweise mit, statt nur eine Jahressumme zu bilden.
Der Schnellcheck ist eine Überschlagsrechnung mit pauschalem Ertrag je kWp. Er beantwortet die Frage „Größenordnung stimmt oder nicht" – nicht mehr. Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung können den Ertrag um zwanzig Prozent und mehr verschieben. Wer es genauer braucht, steckt im Detail-Planer das eigene Dach im Luftbild ab und legt die Module einzeln; der Ertrag kommt dann standortgenau aus PVGIS, dem Rechenmodell der EU-Kommission. Beides ist kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
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