Wenn Sie nur eine Minute haben.
Warum das so ist und wie Sie es an Ihrem eigenen Angebot nachrechnen – darunter, mit allen Zahlen.
// der ausgangspunkt
Die häufigste Herleitung im Verkaufsgespräch lautet: „Auf Ihr Dach passen 24 Module, das sind knapp 10 kWp.“ Das ist eine Aussage über Ihr Dach, keine über Ihren Bedarf.
Wirtschaftlich entscheidend ist etwas anderes: Wie viel des erzeugten Stroms bleibt im Haus? Was eingespeist wird, bringt die Einspeisevergütung – in diesen Rechnungen 0,08 €/kWh. Was Sie selbst verbrauchen, spart den Netzstrom, also 0,35 €/kWh. Der Unterschied ist mehr als das Vierfache.
Deshalb beginnt jede sinnvolle Auslegung beim Jahresverbrauch. Den finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung Ihres Stromversorgers.
// drei durchgerechnete faelle
| Anlage | Investition | Ersparnis/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 3 kWp | 4.500 € | 501 € | 9,0 Jahre |
| 4 kWp | 6.000 € | 589 € | 10,2 Jahre |
| 5 kWp | 7.500 € | 671 € | 11,2 Jahre |
| 6 kWp | 9.000 € | 754 € | 11,9 Jahre |
| 8 kWp | 12.000 € | 919 € | 13,1 Jahre |
| 10 kWp | 15.000 € | 1.084 € | 13,8 Jahre |
| Anlage | Investition | Ersparnis/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 4 kWp | 6.000 € | 667 € | 9,0 Jahre |
| 5 kWp | 7.500 € | 758 € | 9,9 Jahre |
| 6 kWp | 9.000 € | 840 € | 10,7 Jahre |
| 8 kWp | 12.000 € | 1.005 € | 11,9 Jahre |
| 10 kWp | 15.000 € | 1.170 € | 12,8 Jahre |
| Anlage | Investition | Ersparnis/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 7.500 € | 834 € | 9,0 Jahre |
| 6 kWp | 9.000 € | 927 € | 9,7 Jahre |
| 8 kWp | 12.000 € | 1.091 € | 11,0 Jahre |
| 10 kWp | 15.000 € | 1.256 € | 11,9 Jahre |
| 12 kWp | 18.000 € | 1.421 € | 12,7 Jahre |
// was daraus folgt
Wer die drei Tabellen nebeneinanderlegt, sieht ein Muster. In allen drei Fällen liegt die schnellste Amortisation bei genau 9,0 Jahren – und zwar bei 3 kWp, 4 kWp und 5 kWp.
Die schnellste Amortisation liegt bei rund einer Kilowattpeak je 1.000 kWh Jahresverbrauch.
Das ist der Punkt, an dem der größte Teil des erzeugten Stroms noch im Haus bleibt. Er ist aber nicht automatisch die beste Anlage – nur die mit der kürzesten Rückzahlungszeit.
Alles darüber rechnet sich langsamer, aber es rechnet sich. Bei einem Haushalt mit 3.000 kWh und ohne Wärmepumpe kostet jede weitere kWp 1.500 € und bringt rund 83 € im Jahr – das sind gut 18 Jahre pro Schritt. Bei 30 Jahren Modullebensdauer ist auch das noch positiv, aber die Luft wird dünner als in dem Beispiel mit Wärmepumpe, wo derselbe Schritt in 15 Jahren bezahlt ist.
Je mehr Strom Sie selbst verbrauchen, desto besser wird jede zusätzliche kWp. Das ist der eigentliche Zusammenhang – und der Grund, warum Wärmepumpe und E-Auto die Rechnung so stark verändern.
// warum faustformeln scheitern
Eine verbreitete Faustformel lautet: ein bis anderthalb kWp pro Person im Haushalt. Sie ist bequem und sie ist unbrauchbar.
Der Grund: Der Verbrauch hängt weniger an der Kopfzahl als an der Ausstattung. Ein sparsames Paar mit Gasheizung und ohne E-Auto liegt bei 2.000 kWh im Jahr. Eine einzelne Person im Homeoffice mit Wärmepumpe und Elektroauto kommt auf 8.000. Nach der Personenformel bekommt der Zwei-Personen-Haushalt die größere Anlage – obwohl er ein Viertel des Stroms braucht.
Wie groß der Unterschied wirtschaftlich ist, zeigt derselbe Rechner: Ein Haushalt mit 3.200 kWh und 7 kWp braucht 12,3 Jahre bis zur Amortisation. Derselbe Haushalt mit einer Wärmepumpe – also 7.300 kWh statt 3.200 – schafft es mit derselben Anlage in 9,2 Jahren. Gleiche Anlage, gleiche Kosten, gleiches Dach. Nur der Verbrauch ist anders.
Nehmen Sie also die Zahl von der Stromrechnung. Und wenn sich absehbar etwas ändert – Wärmepumpe geplant, E-Auto in Aussicht –, rechnen Sie mit dem künftigen Verbrauch, nicht mit dem heutigen. Das Dach wird nur einmal belegt.
// und die reserve
Die Formel „1 kWp je 1.000 kWh“ beschreibt den schnellsten Rückfluss, nicht das Optimum für 30 Jahre. Drei Gründe sprechen dafür, darüber hinauszugehen:
Was dagegen spricht, ist einzig das Budget – und die Frage, ob dasselbe Geld woanders mehr bringt. Wer 4.000 € übrig hat, sollte sie eher in drei weitere kWp stecken als in fünf zusätzliche Kilowattstunden Speicher. Warum, steht auf der Seite zur Speichergröße.
// haeufige fragen
Die schnellste Amortisation liegt bei rund 3 kWp: 4.500 € Investition, 501 € Ersparnis im Jahr, 9,0 Jahre. Größere Anlagen rechnen sich langsamer, aber weiterhin positiv – 10 kWp kommen auf 13,8 Jahre bei 1.084 € Jahresersparnis.
Es kommt auf den Verbrauch an, nicht auf die Hausgröße. Als Ausgangspunkt hat sich rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch bewährt; das ist der Punkt mit der kürzesten Rückzahlungszeit. Kommen Wärmepumpe oder E-Auto dazu, verschiebt sich die sinnvolle Größe deutlich nach oben.
Nein. Der Verbrauch hängt an der Ausstattung, nicht an der Kopfzahl. Ein sparsames Paar mit Gasheizung liegt bei 2.000 kWh, eine einzelne Person mit Wärmepumpe und E-Auto bei 8.000. Nach der Personenformel bekäme der falsche Haushalt die größere Anlage.
Ja, wenn das Budget es hergibt. Ein Dach wird einmal belegt, und Nachrüsten kostet erneut Gerüst, Montage und Anmeldung. Zusätzlicher Verbrauch macht eine große Anlage im Nachhinein besser, weil mehr Strom im Haus bleibt statt eingespeist zu werden.
Weil ein wachsender Anteil eingespeist wird. Eingespeister Strom bringt hier 0,08 €/kWh, selbst verbrauchter spart 0,35 €/kWh. Je größer die Anlage im Verhältnis zum Verbrauch, desto mehr Strom landet im günstigeren Topf.
Es ist eine Überschlagsrechnung mit pauschal 940 kWh je kWp und Jahr. Sie beantwortet die Frage nach der Größenordnung. Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung können den Ertrag um zwanzig Prozent und mehr verschieben; dafür rechnet der Detail-Planer standortgenau mit PVGIS.
// passt dazu
Warum große Module richtig sind und große Speicher nicht – mit der Grenzrechnung dazu.
Warum die ersten 7,5 kWh tragen und jede weitere Stufe nicht mehr.
Warum die Wärmepumpe die PV-Rechnung rettet – und warum sie trotzdem keinen großen Speicher rechtfertigt.
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// nächster schritt
Der Solar-Schnellcheck kostet nichts, braucht keine Anmeldung und keine Adresse. Sie tragen Ihren Verbrauch und die Zahlen aus Ihrem Angebot ein und sehen sofort, ob es aufgeht. Wer sein Dach genauer abstecken will, nutzt danach den Detail-Planer – ebenfalls kostenlos.
Zur Einordnung: Wir verkaufen keine Photovoltaik und beraten dazu nicht am Telefon – genau dafür ist dieser Rechner da.