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// anlagengroesse

Wie viel kWp
brauche ich wirklich?

Die Antwort steht nicht auf dem Dach, sondern auf Ihrer letzten Stromrechnung. Drei durchgerechnete Beispiele – und die Faustformel, die sich daraus ergibt.

Mit eigenem Verbrauch rechnen

Kurz gesagt

Wenn Sie nur eine Minute haben.

1 kWpje 1.000 kWh Jahresverbrauch
9 Jahrebis sich das rechnet
+100 €bringt jede weitere kWp im Jahr
einmalwird ein Dach belegt
  • Als Ausgangspunkt: rund 1 kWp je 1.000 kWh Jahresverbrauch. Bei 4.000 kWh also 4 kWp. Das ist der Punkt mit der kürzesten Rückzahlungszeit – rund neun Jahre.
  • Größer ist trotzdem meist richtig, wenn das Budget es hergibt: Jeder weitere Schritt rechnet sich immer noch innerhalb der Modullebensdauer, und ein Dach wird nur einmal belegt.
  • Die Zahl steht auf Ihrer Stromrechnung, nicht auf dem Dach. Wie viele Module passen, ist die zweite Frage – nicht die erste.
  • Wärmepumpe oder E-Auto geplant? Dann mit dem künftigen Verbrauch rechnen. Faustformeln nach Personenzahl führen in die Irre.

Warum das so ist und wie Sie es an Ihrem eigenen Angebot nachrechnen – darunter, mit allen Zahlen.

// der ausgangspunkt

Die Größe folgt dem Verbrauch, nicht der Dachfläche

Die häufigste Herleitung im Verkaufsgespräch lautet: „Auf Ihr Dach passen 24 Module, das sind knapp 10 kWp.“ Das ist eine Aussage über Ihr Dach, keine über Ihren Bedarf.

Wirtschaftlich entscheidend ist etwas anderes: Wie viel des erzeugten Stroms bleibt im Haus? Was eingespeist wird, bringt die Einspeisevergütung – in diesen Rechnungen 0,08 €/kWh. Was Sie selbst verbrauchen, spart den Netzstrom, also 0,35 €/kWh. Der Unterschied ist mehr als das Vierfache.

Deshalb beginnt jede sinnvolle Auslegung beim Jahresverbrauch. Den finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung Ihres Stromversorgers.

// drei durchgerechnete faelle

Drei Beispiele, durchgerechnet

Haushalt mit 3.000 kWh im Jahr

AnlageInvestitionErsparnis/JahrAmortisation
3 kWp4.500 €501 €9,0 Jahre
4 kWp6.000 €589 €10,2 Jahre
5 kWp7.500 €671 €11,2 Jahre
6 kWp9.000 €754 €11,9 Jahre
8 kWp12.000 €919 €13,1 Jahre
10 kWp15.000 €1.084 €13,8 Jahre

Haushalt mit 4.000 kWh im Jahr

AnlageInvestitionErsparnis/JahrAmortisation
4 kWp6.000 €667 €9,0 Jahre
5 kWp7.500 €758 €9,9 Jahre
6 kWp9.000 €840 €10,7 Jahre
8 kWp12.000 €1.005 €11,9 Jahre
10 kWp15.000 €1.170 €12,8 Jahre

Haushalt mit 5.000 kWh im Jahr

AnlageInvestitionErsparnis/JahrAmortisation
5 kWp7.500 €834 €9,0 Jahre
6 kWp9.000 €927 €9,7 Jahre
8 kWp12.000 €1.091 €11,0 Jahre
10 kWp15.000 €1.256 €11,9 Jahre
12 kWp18.000 €1.421 €12,7 Jahre
Einfache Amortisation: Investition geteilt durch Jahresersparnis, ohne Strompreissteigerung, ohne Alterung der Anlage. Ertrag pauschal 940 kWh je kWp und Jahr (Rheinland), Strompreis 0,35 €/kWh, Einspeisung 0,08 €/kWh – das entspricht dem Satz für Anlagen bis 10 kWp; oberhalb davon gilt für den Mehranteil 6,66 ct/kWh (Stand August 2026). Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung können den Ertrag um zwanzig Prozent und mehr verschieben.

// was daraus folgt

Die Faustformel, die aus den Zahlen fällt

Wer die drei Tabellen nebeneinanderlegt, sieht ein Muster. In allen drei Fällen liegt die schnellste Amortisation bei genau 9,0 Jahren – und zwar bei 3 kWp, 4 kWp und 5 kWp.

Die schnellste Amortisation liegt bei rund einer Kilowattpeak je 1.000 kWh Jahresverbrauch.

Das ist der Punkt, an dem der größte Teil des erzeugten Stroms noch im Haus bleibt. Er ist aber nicht automatisch die beste Anlage – nur die mit der kürzesten Rückzahlungszeit.

Alles darüber rechnet sich langsamer, aber es rechnet sich. Bei einem Haushalt mit 3.000 kWh und ohne Wärmepumpe kostet jede weitere kWp 1.500 € und bringt rund 83 € im Jahr – das sind gut 18 Jahre pro Schritt. Bei 30 Jahren Modullebensdauer ist auch das noch positiv, aber die Luft wird dünner als in dem Beispiel mit Wärmepumpe, wo derselbe Schritt in 15 Jahren bezahlt ist.

Je mehr Strom Sie selbst verbrauchen, desto besser wird jede zusätzliche kWp. Das ist der eigentliche Zusammenhang – und der Grund, warum Wärmepumpe und E-Auto die Rechnung so stark verändern.

// warum faustformeln scheitern

Warum „kWp pro Person“ in die Irre führt

Eine verbreitete Faustformel lautet: ein bis anderthalb kWp pro Person im Haushalt. Sie ist bequem und sie ist unbrauchbar.

Der Grund: Der Verbrauch hängt weniger an der Kopfzahl als an der Ausstattung. Ein sparsames Paar mit Gasheizung und ohne E-Auto liegt bei 2.000 kWh im Jahr. Eine einzelne Person im Homeoffice mit Wärmepumpe und Elektroauto kommt auf 8.000. Nach der Personenformel bekommt der Zwei-Personen-Haushalt die größere Anlage – obwohl er ein Viertel des Stroms braucht.

Wie groß der Unterschied wirtschaftlich ist, zeigt derselbe Rechner: Ein Haushalt mit 3.200 kWh und 7 kWp braucht 12,3 Jahre bis zur Amortisation. Derselbe Haushalt mit einer Wärmepumpe – also 7.300 kWh statt 3.200 – schafft es mit derselben Anlage in 9,2 Jahren. Gleiche Anlage, gleiche Kosten, gleiches Dach. Nur der Verbrauch ist anders.

Nehmen Sie also die Zahl von der Stromrechnung. Und wenn sich absehbar etwas ändert – Wärmepumpe geplant, E-Auto in Aussicht –, rechnen Sie mit dem künftigen Verbrauch, nicht mit dem heutigen. Das Dach wird nur einmal belegt.

// und die reserve

Wie viel Reserve ist sinnvoll?

Die Formel „1 kWp je 1.000 kWh“ beschreibt den schnellsten Rückfluss, nicht das Optimum für 30 Jahre. Drei Gründe sprechen dafür, darüber hinauszugehen:

  • Ein Dach wird einmal belegt. Nachrüsten bedeutet erneut Gerüst, Monteure, Netzbetreiber-Anmeldung und oft einen neuen Wechselrichter.
  • Der Verbrauch steigt. Wärmepumpe, Elektroauto, Klimagerät – jede dieser Änderungen macht die größere Anlage nachträglich besser.
  • Jeder Schritt bleibt bezahlt. Auch bei 18 Jahren pro zusätzlicher kWp liegt die Amortisation innerhalb der Lebensdauer der Module.

Was dagegen spricht, ist einzig das Budget – und die Frage, ob dasselbe Geld woanders mehr bringt. Wer 4.000 € übrig hat, sollte sie eher in drei weitere kWp stecken als in fünf zusätzliche Kilowattstunden Speicher. Warum, steht auf der Seite zur Speichergröße.

// haeufige fragen

Kurz beantwortet

// passt dazu

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// nächster schritt

Rechnen Sie es selbst nach.

Der Solar-Schnellcheck kostet nichts, braucht keine Anmeldung und keine Adresse. Sie tragen Ihren Verbrauch und die Zahlen aus Ihrem Angebot ein und sehen sofort, ob es aufgeht. Wer sein Dach genauer abstecken will, nutzt danach den Detail-Planer – ebenfalls kostenlos.

Zur Einordnung: Wir verkaufen keine Photovoltaik und beraten dazu nicht am Telefon – genau dafür ist dieser Rechner da.