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// pv und waermepumpe

PV für die Wärmepumpe:
der stärkste Hebel mit einem Haken.

Keine andere Veränderung verbessert die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage so stark wie eine Wärmepumpe. Und keine wird so oft mit dem falschen Speicher verkauft.

Mit Wärmepumpe rechnen

Kurz gesagt

Wenn Sie nur eine Minute haben.

12,3 JahreAmortisation ohne Wärmepumpe
9,2 Jahremit Wärmepumpe – gleiche Anlage
Winterfällt die Heizlast an
Stundenverschiebt ein Speicher, keine Monate
  • Stromverbrauch der Wärmepumpe dazurechnen und die Anlage auf die Summe auslegen – nicht auf den Stand vor dem Heizungstausch.
  • Die Wärmepumpe verbessert die Rechnung deutlich: Dieselbe Anlage amortisiert sich drei Jahre früher, ohne einen Cent mehr Investition.
  • Aber sie heizt im Winter, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Ein großer Teil des Heizstroms kommt weiter aus dem Netz – wer Ihnen etwas anderes verspricht, rechnet mit Jahressummen.
  • Deshalb kein größerer Speicher. Ein Akku verschiebt Strom um Stunden. Für die Wärmepumpe müsste er ihn um Monate verschieben.

Warum das so ist und wie Sie es an Ihrem eigenen Angebot nachrechnen – darunter, mit allen Zahlen.

// der effekt

Was die Wärmepumpe mit der PV-Rechnung macht

Derselbe Haushalt, dasselbe Dach, dieselbe Anlage mit 7 kWp – einmal ohne und einmal mit Wärmepumpe:

VerbrauchInvestitionErsparnis/JahrAmortisation
3.200 kWh (ohne Wärmepumpe)10.500 €853 €12,3 Jahre
7.300 kWh (mit Wärmepumpe)10.500 €1.145 €9,2 Jahre
Wärmepumpe mit 4.100 kWh Stromverbrauch im Jahr. Einfache Amortisation: Investition geteilt durch Jahresersparnis, ohne Strompreissteigerung, ohne Alterung der Anlage. Ertrag pauschal 940 kWh je kWp und Jahr (Rheinland), Strompreis 0,35 €/kWh, Einspeisung 0,08 €/kWh – das entspricht dem Satz für Anlagen bis 10 kWp; oberhalb davon gilt für den Mehranteil 6,66 ct/kWh (Stand August 2026). Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung können den Ertrag um zwanzig Prozent und mehr verschieben.

Drei Jahre kürzere Amortisation, ohne einen Cent mehr zu investieren. Der Grund ist einfach: Mehr Verbrauch heißt, dass mehr vom erzeugten Strom im Haus bleibt. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 0,35 €, jede eingespeiste bringt nur 0,08 €.

Deshalb gilt: Wer eine Wärmepumpe hat oder plant, sollte die Anlage von vornherein auf den höheren Verbrauch auslegen – und nicht auf den Stand vor dem Heizungstausch.

// der haken

Der Haken: Die Last fällt im Winter an

Eine Wärmepumpe braucht ihren Strom dann, wenn geheizt wird – also von November bis März. Genau dann liefert eine Photovoltaikanlage am wenigsten. Im Dezember erreicht eine Anlage im Rheinland nur einen Bruchteil ihres Sommerertrags.

Das bedeutet: Die Wärmepumpe verbessert die Jahresrechnung, aber sie wird nicht überwiegend von der eigenen Anlage versorgt. Wer das anders verkauft bekommt, sollte nach der Monatsverteilung fragen.

Genau deshalb rechnet der Schnellcheck hier monatsweise statt mit einer Jahressumme. Eine Jahressumme würde suggerieren, dass sich Winterverbrauch und Sommerüberschuss gegenseitig aufheben. Sie tun es nicht – man kann Juli-Sonne nicht in den Januar verschieben.

Faustregel: Die Wärmepumpe rechtfertigt eine größere Anlage, aber keinen größeren Speicher. Ein Speicher überbrückt Stunden, nicht Jahreszeiten.

// die groesse

Welche Anlagengröße passt?

Der Beispielhaushalt mit 7.300 kWh Jahresverbrauch in vier Größen:

AnlageInvestitionErsparnis/JahrAmortisation
7 kWp10.500 €1.145 €9,2 Jahre
10 kWp15.000 €1.457 €10,3 Jahre
12 kWp18.000 €1.647 €10,9 Jahre
15 kWp22.500 €1.932 €11,6 Jahre

Die kürzeste Rückzahlung liegt bei rund 7 kWp – das entspricht wieder der Faustformel von etwa einer Kilowattpeak je 1.000 kWh Verbrauch. Jeder Schritt darüber kostet 1.500 € je kWp und bringt rund 95 bis 105 € im Jahr, rechnet sich also in gut 15 Jahren. Bei 30 Jahren Modullebensdauer bleibt das deutlich positiv.

Wann sind Sie zu Hause?

Das Verbrauchsprofil verändert die Rechnung spürbar. Dieselbe Anlage mit 10 kWp und ohne Speicher:

ProfilErsparnis/JahrAutarkieAmortisation
abends zu Hause1.457 €32 %10,3 Jahre
gleichmäßig / Homeoffice1.579 €38 %9,5 Jahre
tagsüber viel zu Hause1.708 €45 %8,8 Jahre

Wer tagsüber zu Hause ist, verbraucht den Strom direkt und braucht weniger Zwischenspeicher. Das ist derselbe Zusammenhang wie beim Speicher: Was ohnehin gleichzeitig anfällt und gebraucht wird, muss nicht verschoben werden.

// und der speicher

Warum gerade hier kein großer Speicher hilft

Das häufigste Angebot lautet: große Wärmepumpe, große Anlage, großer Speicher. Die ersten beiden Teile stimmen. Der dritte kostet Geld ohne Gegenwert.

Schritt (bei 10 kWp)MehrkostenMehrertrag/Jahrrechnet sich nach
0 → 2,5 kWh1.000 €+189 €5,3 Jahre
2,5 → 5 kWh1.000 €+178 €5,6 Jahre
5 → 7,5 kWh1.000 €+139 €7,2 Jahre
7,5 → 10 kWh1.000 €+71 €14,1 Jahre
10 → 12,5 kWh1.000 €+47 €21,3 Jahre
12,5 → 15 kWh1.000 €+21 €47,6 Jahre
Einfache Amortisation: Investition geteilt durch Jahresersparnis, ohne Strompreissteigerung, ohne Alterung der Anlage. Ertrag pauschal 940 kWh je kWp und Jahr (Rheinland), Strompreis 0,35 €/kWh, Einspeisung 0,08 €/kWh – das entspricht dem Satz für Anlagen bis 10 kWp; oberhalb davon gilt für den Mehranteil 6,66 ct/kWh (Stand August 2026). Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung können den Ertrag um zwanzig Prozent und mehr verschieben.

Der Grund liegt in der Jahreszeit. Der Speicher soll den Winterbedarf der Wärmepumpe decken – aber im Winter erzeugt die Anlage nicht genug, um ihn überhaupt zu füllen. Im Sommer wäre Strom im Überfluss da, nur heizt dann niemand.

Ein Speicher verschiebt Strom um Stunden. Die Wärmepumpe bräuchte ihn um Monate verschoben. Das kann kein Hausakku.

Was stattdessen hilft, ist Fläche: Mehr Module erzeugen auch im Winter mehr – anteilig wenig, aber eben mehr. Und im Sommer wandert der Überschuss in die Einspeisung, deren Satz ab Inbetriebnahme zwanzig Jahre gilt – oberhalb von 10 kWp allerdings zum niedrigeren Satz von 6,66 ct/kWh.

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Zur Einordnung: Wir verkaufen keine Photovoltaik und beraten dazu nicht am Telefon – genau dafür ist dieser Rechner da.