Wenn Sie nur eine Minute haben.
Warum das so ist und wie Sie es an Ihrem eigenen Angebot nachrechnen – darunter, mit allen Zahlen.
// der effekt
Derselbe Haushalt, dasselbe Dach, dieselbe Anlage mit 7 kWp – einmal ohne und einmal mit Wärmepumpe:
| Verbrauch | Investition | Ersparnis/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 3.200 kWh (ohne Wärmepumpe) | 10.500 € | 853 € | 12,3 Jahre |
| 7.300 kWh (mit Wärmepumpe) | 10.500 € | 1.145 € | 9,2 Jahre |
Drei Jahre kürzere Amortisation, ohne einen Cent mehr zu investieren. Der Grund ist einfach: Mehr Verbrauch heißt, dass mehr vom erzeugten Strom im Haus bleibt. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart 0,35 €, jede eingespeiste bringt nur 0,08 €.
Deshalb gilt: Wer eine Wärmepumpe hat oder plant, sollte die Anlage von vornherein auf den höheren Verbrauch auslegen – und nicht auf den Stand vor dem Heizungstausch.
// der haken
Eine Wärmepumpe braucht ihren Strom dann, wenn geheizt wird – also von November bis März. Genau dann liefert eine Photovoltaikanlage am wenigsten. Im Dezember erreicht eine Anlage im Rheinland nur einen Bruchteil ihres Sommerertrags.
Das bedeutet: Die Wärmepumpe verbessert die Jahresrechnung, aber sie wird nicht überwiegend von der eigenen Anlage versorgt. Wer das anders verkauft bekommt, sollte nach der Monatsverteilung fragen.
Genau deshalb rechnet der Schnellcheck hier monatsweise statt mit einer Jahressumme. Eine Jahressumme würde suggerieren, dass sich Winterverbrauch und Sommerüberschuss gegenseitig aufheben. Sie tun es nicht – man kann Juli-Sonne nicht in den Januar verschieben.
Faustregel: Die Wärmepumpe rechtfertigt eine größere Anlage, aber keinen größeren Speicher. Ein Speicher überbrückt Stunden, nicht Jahreszeiten.
// die groesse
Der Beispielhaushalt mit 7.300 kWh Jahresverbrauch in vier Größen:
| Anlage | Investition | Ersparnis/Jahr | Amortisation |
|---|---|---|---|
| 7 kWp | 10.500 € | 1.145 € | 9,2 Jahre |
| 10 kWp | 15.000 € | 1.457 € | 10,3 Jahre |
| 12 kWp | 18.000 € | 1.647 € | 10,9 Jahre |
| 15 kWp | 22.500 € | 1.932 € | 11,6 Jahre |
Die kürzeste Rückzahlung liegt bei rund 7 kWp – das entspricht wieder der Faustformel von etwa einer Kilowattpeak je 1.000 kWh Verbrauch. Jeder Schritt darüber kostet 1.500 € je kWp und bringt rund 95 bis 105 € im Jahr, rechnet sich also in gut 15 Jahren. Bei 30 Jahren Modullebensdauer bleibt das deutlich positiv.
Das Verbrauchsprofil verändert die Rechnung spürbar. Dieselbe Anlage mit 10 kWp und ohne Speicher:
| Profil | Ersparnis/Jahr | Autarkie | Amortisation |
|---|---|---|---|
| abends zu Hause | 1.457 € | 32 % | 10,3 Jahre |
| gleichmäßig / Homeoffice | 1.579 € | 38 % | 9,5 Jahre |
| tagsüber viel zu Hause | 1.708 € | 45 % | 8,8 Jahre |
Wer tagsüber zu Hause ist, verbraucht den Strom direkt und braucht weniger Zwischenspeicher. Das ist derselbe Zusammenhang wie beim Speicher: Was ohnehin gleichzeitig anfällt und gebraucht wird, muss nicht verschoben werden.
// und der speicher
Das häufigste Angebot lautet: große Wärmepumpe, große Anlage, großer Speicher. Die ersten beiden Teile stimmen. Der dritte kostet Geld ohne Gegenwert.
| Schritt (bei 10 kWp) | Mehrkosten | Mehrertrag/Jahr | rechnet sich nach |
|---|---|---|---|
| 0 → 2,5 kWh | 1.000 € | +189 € | 5,3 Jahre |
| 2,5 → 5 kWh | 1.000 € | +178 € | 5,6 Jahre |
| 5 → 7,5 kWh | 1.000 € | +139 € | 7,2 Jahre |
| 7,5 → 10 kWh | 1.000 € | +71 € | 14,1 Jahre |
| 10 → 12,5 kWh | 1.000 € | +47 € | 21,3 Jahre |
| 12,5 → 15 kWh | 1.000 € | +21 € | 47,6 Jahre |
Der Grund liegt in der Jahreszeit. Der Speicher soll den Winterbedarf der Wärmepumpe decken – aber im Winter erzeugt die Anlage nicht genug, um ihn überhaupt zu füllen. Im Sommer wäre Strom im Überfluss da, nur heizt dann niemand.
Ein Speicher verschiebt Strom um Stunden. Die Wärmepumpe bräuchte ihn um Monate verschoben. Das kann kein Hausakku.
Was stattdessen hilft, ist Fläche: Mehr Module erzeugen auch im Winter mehr – anteilig wenig, aber eben mehr. Und im Sommer wandert der Überschuss in die Einspeisung, deren Satz ab Inbetriebnahme zwanzig Jahre gilt – oberhalb von 10 kWp allerdings zum niedrigeren Satz von 6,66 ct/kWh.
// haeufige fragen
Rechnen Sie den Stromverbrauch der Wärmepumpe zum Haushaltsstrom hinzu und legen Sie die Anlage auf die Summe aus. Im Beispiel: 3.200 kWh Haushalt plus 4.100 kWh Wärmepumpe ergeben 7.300 kWh – die schnellste Amortisation liegt dann bei rund 7 kWp, größer bleibt weiterhin wirtschaftlich.
Deutlich. Dieselbe 7-kWp-Anlage amortisiert sich bei 3.200 kWh Verbrauch in 12,3 Jahren und bei 7.300 kWh in 9,2 Jahren. Der Grund: Mehr Verbrauch bedeutet mehr Eigenverbrauch, und selbst genutzter Strom ist mehr als viermal so viel wert wie eingespeister.
Nur zu einem kleinen Teil. Die Heizlast fällt von November bis März an, also genau dann, wenn die Anlage am wenigsten liefert. Die Wärmepumpe verbessert die Jahresbilanz, ersetzt aber keinen Netzbezug im Winter.
Nein. Ein Speicher verschiebt Strom um Stunden, die Wärmepumpe bräuchte ihn um Monate verschoben. Im Beispiel rechnen sich die ersten 7,5 kWh in fünf bis sieben Jahren; ab da braucht jeder weitere 2,5-kWh-Schritt 14 Jahre und mehr.
Ja. Bei 10 kWp ohne Speicher liegt die Ersparnis bei 1.457 € im Jahr für abends anwesende Haushalte, bei 1.579 € für gleichmäßigen Verbrauch und bei 1.708 €, wenn tagsüber viel zu Hause verbraucht wird.
Ja, wenn die Wärmepumpe absehbar kommt. Ein Dach wird einmal belegt; Nachrüsten kostet erneut Gerüst, Montage und Netzbetreiber-Anmeldung. Legen Sie die Anlage auf den künftigen Verbrauch aus, nicht auf den heutigen.
// passt dazu
Warum große Module richtig sind und große Speicher nicht – mit der Grenzrechnung dazu.
Die Anlagengröße folgt dem Verbrauch – mit Beispielrechnungen für 3.000, 4.000 und 5.000 kWh.
Warum die ersten 7,5 kWh tragen und jede weitere Stufe nicht mehr.
Alle Zahlen dieser Seite mit Ihren eigenen Werten nachrechnen – kostenlos, ohne Anmeldung.
// nächster schritt
Der Solar-Schnellcheck kostet nichts, braucht keine Anmeldung und keine Adresse. Sie tragen Ihren Verbrauch und die Zahlen aus Ihrem Angebot ein und sehen sofort, ob es aufgeht. Wer sein Dach genauer abstecken will, nutzt danach den Detail-Planer – ebenfalls kostenlos.
Zur Einordnung: Wir verkaufen keine Photovoltaik und beraten dazu nicht am Telefon – genau dafür ist dieser Rechner da.