Kann ich mein bestehendes Haus ohne Stemmarbeiten smart machen?
Ja, in 9 von 10 Fällen. EnOcean-Funkschalter werden auf die bestehende Wand
montiert (geklebt oder geschraubt), Eltako-Reiheneinbaugeräte kommen in den vorhandenen
Sicherungskasten auf die DIN-Schiene. Es wird kein Kabel verlegt, keine Wand aufgestemmt.
Voraussetzung: ein freier Platz im Sicherungskasten – oder ein zusätzlicher kleiner Verteiler.
Was kostet ein Smart-Home-Setup im Altbau ungefähr?
Eine Beispiel-Wohnung mit 5 Räumen, Funkschaltern an 8 Bedienstellen, Eltako-Aktoren für
Licht und Rollläden plus Timberwolf-Server: etwa 4.000–7.000 € komplett
installiert, inkl. Material und Inbetriebnahme. Im Vergleich: KNX in derselben Wohnung
wäre 15.000–25.000 € (wenn überhaupt baulich machbar).
Brauchen die Funkschalter Batterien? Wie oft tauschen?
Niemals. EnOcean-Schalter sind energy-harvesting – beim Drücken des
Schalters erzeugt ein piezoelektrischer Generator den Strom für das Funktelegramm. Lebensdauer
der Mechanik: 25+ Jahre, ähnlich einem klassischen Lichtschalter. Wartungsfrei.
Was passiert, wenn der Timberwolf-Server ausfällt?
Die Beleuchtung, Rollläden und Steckdosen funktionieren weiterhin genau wie ein
klassischer Lichtschalter. Sie verlieren lediglich die Komfortfeatures (Szenen,
Automation, Visualisierung), bis der Server wieder läuft. Die Bedienung über die Wand-Taster
bleibt zu 100 % erhalten – das ist der prinzipielle Architektur-Vorteil gegenüber
cloudbasierten Smart Homes.
Funktioniert das auch in einer denkmalgeschützten Wohnung?
Besonders dort. Da keine baulichen Eingriffe nötig sind (keine Kabelschlitze,
keine neuen Leitungen), ist die Kombination EnOcean & Eltako die ideale Lösung für
denkmalgeschützte Häuser. Mit historischen Holz- oder Glas-Funktastern wird die Modernisierung
sogar zum gestalterischen Highlight.
Was unterscheidet euch von einem normalen Elektriker?
Wir entwickeln maßgeschneiderte Software-Bridges, die EnOcean, Eltako, KNX,
Wärmepumpe und PV-Wechselrichter zu einem einheitlichen System verbinden. Der Elektriker
installiert die Hardware, wir programmieren die Logik und sorgen dafür, dass alles auf
Knopfdruck oder automatisch das tut, was Sie sich vorstellen.
Welche Protokolle und Systeme verbindet ihr im Haus miteinander?
Wir verbinden alle gängigen Welten: KNX (Heizung, Komfort, Beschattung),
VBUS (Resol-Solarthermie, Pufferspeicher), Modbus
(PV-Wechselrichter, Wärmepumpe, Batteriespeicher, Pool-Wärmepumpe),
MQTT (zentraler Datenbus zum Timberwolf), EnOcean
(batterielose Wand-Schalter) und HTTP/REST-APIs (Wallbox-Hersteller,
Wetterstation, Cloud-Geräte). Der Timberwolf-Server orchestriert das alles in
einer einzigen Visualisierung – Sie sehen das ganze Haus auf einen Blick.
Wie nutzt man PV-Überschussstrom außer mit Batteriespeicher noch sinnvoll?
Sehr effektiv ist ein Brauchwasser-Pufferspeicher mit Heizstab:
Wir lesen via Modbus den PV-Überschuss aus und priorisieren ihn
nach klarer Logik – erst das Elektroauto laden, dann eine eventuelle Pool-Wärmepumpe
starten, schließlich den Warmwasser-Pufferspeicher mit Überschuss-Strom auf
bis zu 80 °C aufheizen. Das macht den Gas-Brenner für Warmwasser
im Sommer praktisch arbeitslos – ein 800-Liter-Puffer kostet einen Bruchteil
zusätzlicher Akku-Kapazität und liefert deutlich mehr Nutzenergie pro Euro.
Was passiert bei einem echten Stromausfall vom Netzbetreiber?
Ohne Strom gehen auch klassische Lichtschalter nicht – das ist Physik, nicht Smart Home.
Aber genau dafür gibt es durchdachte Notstrom-Lösungen: eine
USV im Schaltschrank hält die kritischen Stromkreise (Server, Router,
Heizungssteuerung, Notbeleuchtung) für Stunden online. Ein Notstromaggregat
überbrückt längere Ausfälle. Ein PV-Speicher mit Inselbetrieb macht Sie
sogar tagelang autark. Wir beraten Sie bei der Auslegung und arbeiten dabei mit erfahrenen
Elektrikern aus Ihrer Region zusammen – sauber abgestimmt, nach VDE, mit
klarer Verantwortungs-Trennung zwischen Elektroinstallation und Steuerungs-Software.
Geht das auch in ganz Deutschland, nicht nur in Siegburg?
Ja. Beratung und Planung machen wir bundesweit per Video-Call. Für die Inbetriebnahme
des Timberwolf-Servers und der Bridges reisen wir an oder arbeiten remote zusammen
mit Ihrem Elektriker vor Ort. Schwerpunkt-Region: Köln, Bonn, Rhein-Sieg, Rheinland.